Rathauskreuzung

Fehlende Weitsicht im Rathaus rächt sich!

Ende April 2019 begannen mit Verspätung die Um- und Ausbauarbeiten der Rathauskreuzung. Seit der Vollsperrung des Kreuzungsbereichs sind die Beeinträchtigungen für den innerörtlichen Verkehr massiv spürbar. Die Bürgerinnen und Bürger müssen teilweise erhebliche Umwege in Kauf nehmen. Durch die erhöhte Verkehrsdichte kommt es auf den Umleitungs- und Anschlussstrecken ebenfalls zu Einschränkungen. Wenn – wie bis mindestens zu den Sommerferien auf der Bonnstraße – parallele Bauarbeiten stattfinden, verschärft sich die Situation weiter. Die Geduld vieler Pulheimerinnen und Pulheimer ist bereits jetzt erschöpft.

Schon in den ersten Tagen nach der Sperrung erwies sich die Ausschilderung von Umleitungsstrecken

nach Ansicht vieler Bürgerinnen und Bürger als unzureichend. Sie kritisieren, dass insbesondere Ortsunkundige mit Fahrtzielen in Pulheim nicht angemessen geleitet würden. Nicht selten wird man von Auswärtigen verzweifelt nach dem Weg gefragt. Auch hier besteht Handlungsbedarf. Diese und andere Hinweise greift die SPD auf und gibt sie an die zuständige Fachverwaltung weiter.

Besonders bedauerlich für die Bürgerinnen und Bürger: Das Ausmaß der Beeinträchtigungen wäre vermeidbar gewesen. In Pulheim fehlt es an einer Integration von Stadtentwicklung und Verkehrsplanung. So hatten die Sozialdemokraten in der Vergangenheit wiederholt gefordert, den Ausbau der Rathauskreuzung bereits vor Ausweisung von Neubaugebieten im zentrumsnahen Bereich vorzunehmen. Parallel treten sie dafür ein, den innerörtlichen Verkehr durch die geforderte Ost-Umgehung zu entlasten. Derartige Maßnahmen hätten eine verträgliche Abwicklung des Gesamtverkehrs gewährleistet. Der momentane Kollaps des innerstädtischen motorisierten Verkehrs unterstreicht die Bedeutung des Knotenpunkts Rathauskreuzung für die Leistungsfähigkeit des gesamtstädtischen Straßensystems. Vor diesem Hintergrund erscheint es überlegenswert, mittelfristig einen weiteren Bahnübergang zu schaffen. Kurzfristig kommt es jedoch darauf an, die Bauarbeiten an der Rathauskreuzung zügig voranzutreiben und damit den jetzt schon verzögerten Zeitplan mindestens einzuhalten. Der Fortgang bleibt abzuwarten.

(Christian Renno)

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