Die Stadt Pulheim plant derzeit einen Umbau der Rathauskreuzung (Steinstraße/Rathausstraße), der ab Aschermittwoch 2019 für voraussichtlich ca. 6 Monate zu erheblichen Verkehrsbehinderungen in Pulheim führen wird, umleitungsbedingt mit Auswirkungen auch auf Geyen.

Diese Kreuzung ist lt. Unfallstatistik des Rhein-Erft-Kreises eine Unfallhäufungs-stelle. Durch die Ausweisung zusätzlicher Neubaugebiete „hinter der Bahn“ kommt es außerdem zeitweise zu langen Rückstaus, weshalb die Kreuzung nicht nur um- sondern auch ausgebaut werden soll.

Der Um- und Ausbau betrifft folgende Straßen und Parkplätze:

die nördliche Steinstraße (K 24) ab dem ehemaligen Postgebäude (derzeit Pulheimer Tafel“) Steinstraße (K24)
die Geyener Straße (K25) bis zum Kreisverkehr „Pariser Straße/Sonnenallee“
die südliche Steinstraße (L183) bis zur ALDI-Filiale
die Rathausstraße (L183)
bis zur Alten Kölner Straße
den Parkplatz „Steinstraße“
den Parkplatz „Jakobskarree/
Jakobstraße“

Alle Fahrtrichtungen erhalten  Linksabbiegerspuren in voller Breite. Um Platz zu schaffen für die Linksabbiegerspur auf der Steinstraße in Höhe des Rathauses in Richtung Geyen, ist es leider notwendig, die in dem Grünstreifen zwischen Steinstraße und Parkplatz vorhandenen großen Bäume zu fällen. Als Ersatz werden in den verlegten Grünstreifen wieder neue Bäume gepflanzt.

Der Parkplatz „Steinstraße“ wird unter Einbeziehung des hinteren

Parkplatzes entlang der Bahn sowie der Grünfläche zur ALDI-Filiale komplett umgestaltet. Dadurch werden weitere Parkplätze geschaffen.

Ebenfalls umgestaltet wird die Parkfläche neben dem Pulheimer Getränkemarkt. Mit einem Teil der angrenzenden Wiese werden auch hier im Jakobskarree/Jakobstraße mehr Parkplätze entstehen.

Auf der Steinstraße ist in Höhe der Jakobstraße und der ALDI-Filiale ein Zebrastreifen geplant, damit Fußgänger die Steinstraße hier sicher überqueren können.

Zwischen diesem Zebrastreifen und der Ampel an der Rathauskreuzung sind 2 weitere Fußgängerinseln zum einfacheren Überqueren der Steinstraße am Dr.-Hans-Köster-Saal und an der Stadtbücherei vorgesehen.
Aus Geyen kommend wird ab der Bahn-Brücke eine ampelgeregelte Rechtsabbiegespur in voller Breite hinzugefügt.
Dazu muss die derzeit dort vorhandene Stützwand sowie der Rad-/ Gehweg in Richtung Parkplatz „Steinstraße“ verlegt werden. Da der Rad-/Gehweg während dieser Bauphase nicht zur Verfügung steht,
baut der Rhein-Erft-Kreis vorab in Richtung Geyen einen neuen durchgehenden Rad-/Gehweg von der Rathauskreuzung bis zum Kreisel „Sonnenallee/Pariser Straße“.
Nach dem Umbau der Rathauskreuzung wird es hier beidseitig einen Radweg geben – stadteinwärts getrennt für Radfahrer und Fußgänger, stadtauswärts als gemeinsamer Rad-/Gehweg.

Während der Umbauzeit der Rathauskreuzung wird es für uns als Verkehrsteilnehmer zu folgenden Behinderungen und Einschränkungen kommen:

Rathauskreuzung

Teilsperrungen und ggf. Vollsperrungen für den motorisierten Verkehr.

Für Fußgänger und Radfahrer soll die Rathauskreuzung während der gesamten Umbauzeit von voraussichtlich einem halben Jahr in alle Richtungen benutzbar bleiben.

Unterführung „Am Kleekamp“

Diese Unterführung wird während der gesamten Umbauzeit ebenfalls für den motorisierten Verkehr gesperrt, damit Rettungs- und Feuerwehrfahrzeuge jederzeit ungehindert durchfahren können. Dies ist eine Forderung der Feuerwehr Pulheim, um kurze Anfahrtszeiten zu Einsatzorten einhalten zu können.
Fußgänger und Radfahrer sollen die Unterführung „Kleekamp“ während der gesamten Umbauzeit von voraussichtlich einem halben Jahr als Verbindung mit der Stadtmitte nutzen können.

ÖPNV

In der Stadtmitte wird die Bushaltestelle „Rathaus“ (neben Kaufland/Eisdiele) während der Umbauzeit der Rathauskreuzung nicht angefahren. Eine Ersatzhaltestelle wird an der katholischen Kirche St. Kosmas & Damian, Escher Straße, eingerichtet).
Der Busbahnhof am Bahnhof wird von allen Buslinien auch während der Umbauarbeiten angefahren. Allerdings wird die Buslinie 980 (Sinnersdorf/Frechen) am Bahnhof getrennt:
die Teilstrecke Pulheim-Sinnersdorf beginnt bzw. endet am Pulheimer Busbahnhof,
die Teilstrecke Pulheim-Frechen wird hinter dem Bahnhof eine Schleife über die Geyener Straße – Bergheimer Straße – Sonnenallee fahren und die Bushaltestelle an der Geyener Straße (Rückseite des Bahnhofs an Gleis 2) anfahren.
Lösungen für die betroffenen Schulbusse sind noch in Abstimmung.

Die Kosten für den Umbau der Rathauskreuzung werden derzeit auf  ca. 2,6 Mio € geschätzt. Davon soll die Stadt Pulheim ca. 30 %, der Rhein-Erft-Kreis ca. 40 % (für die betroffenen Kreisstraßen K 24/K 25 – nördliche Steinstraße und Geyener Straße inkl. Radwege) sowie der Landesbetrieb Straßenbau NRW ca. 30 % (für die L 183 – südliche Steinstraße und Rathausstraße) bezahlen.

Über die Umgestaltung des Kreuzungsbereichs fand am 06.06.2018 eine Infoveranstaltung im Dr. Hans Köster Saal statt, bei der der aktuelle Stand der Entwurfsplanung und deren Auswirkungen durch das von der Stadt Pulheim damit beauftragte Ingenieur-Büro ISAplan vorgestellt wurde (die Präsentation finden Sie auf pulheim.de).

Viele interessierte Bürger/innen nutzten im Rahmen dieser Infoveranstaltung die Gelegenheit, um kritische Fragen zu stellen, u.a. zum Bauablauf, zur Bauzeit sowie zur Umleitung über Geyen und die Albrecht-Dürer-Straße. Derzeit ist geplant, die Hubbel dort für die Dauer der Umleitung zu entfernen – ob dies auch dauerhaft so bleiben, oder ggf. andere geschwindigkeitsreduzierende Maßnahmen auf der Albrecht-Dürer-Straße  wieder hergestellt werden sollen, könnte in zukünftigen Stadtratssitzungen entschieden werden.

Die SPD wird sich zur Entlastung der Albrecht-Dürer-Straße und der Rathauskreuzung auch für den Neubau einer Ost-Umgehung Pulheim (als Lückenschluss zwischen der Bonnstraße/L183 und der in Kürze fertig gestellten Westumgehung Sinnersdorf/ L183n) einsetzen.

Die SPD hatte den Ausbau der Rathauskreuzung VOR der Ausweisung der derzeitigen und in Bau befindlichen Neubaugebiete BP 113, 114 und 115 „hinter der Bahn“ gefordert, um sowohl den unvermeidbaren Baustellenverkehr als auch den zunehmenden Verkehr bereits über die sicherer und leistungsfähigere umgebaute Kreuzung zu führen, statt durch eine Großbaustelle bzw. über Geyen. Die schwarz-grüne Mehrheitsfraktion im Stadtrat entschied sich leider dagegen und stattdessen für die Vermarktung der Neubaugebiete BP 113, 114 und 115.

Das Ingenieurbüro Brilon-Bondzio-Weiser hat im Auftrag der Stadt Pulheim die Verkehrsbelastung der Rathauskreuzung analysiert (Stand 2016) und eine Prognose zum zukünftigen Verkehrsaufkommen an dieser Kreuzung erstellt. Zu den Spitzenzeiten morgens und nachmittags benutzten 2016 ca. 1.600 – 1.900 Fahrzeuge pro Stunde die Rathauskreuzung.

Mit dem voraussichtlichen zusätzlichen Verkehr aus

  • der Freigabe der Westumgehung Sinnersdorf,
  • den Neubaugebieten BP 113, 114 und 115 „hinter der Bahn“ und
  • dem Jakobskarree

werden es zukünftig ca. 300 Fahrzeuge pro Stunde mehr sein, d.h. 1.900 – 2.200 Fahrzeuge pro Stunde in den Spitzenzeiten morgens und nachmittags.

Das führt trotz Um- und Ausbau der Rathauskreuzung in den Spitzenzeiten auch weiter zu Wartezeiten an den Ampeln von deutlich über 1 Minute. Die Verkehrsqualität der umgebauten Kreuzung wird damit immer noch mangelhaft sein, weil mehr dort nicht machbar ist.

Für weniger Verkehr an der Rathauskreuzung (und dadurch kürzere Wartezeiten an den Ampeln und eine verbesserte Verkehrsqualität) schlägt das von der Stadt Pulheim beauftragte Ingenieur-Büro ISAplan auch die von der SPD geforderte Ost-Umgehung Pulheim (als Lückenschluss zwischen der Bonnstraße/L183 und der neuen Westumgehung Sinnersdorf/L183n) vor.

Insgesamt entsteht der Eindruck, dass die Verwaltung der Stadt Pulheim immer nur Einzelmaßnahmen zur Verbesserung lokaler Probleme plant, ohne ein Gesamtkonzept für das ganze Stadtgebiet für unsere zukünftige Verkehrs- und Stadtentwicklung zu haben.

Anregungen und Kritik gerne über unser Kontaktformular.

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