„Neid muss man sich erkämpfen. Mitleid bekommt man umsonst“, schreibt das Hamburger Abendblatt in dem Artikel: Die SPD ist ein Glücksfall – viele wissen es nur nicht.

Man könnte….

…in diesem Artikel unendlich über das schlechte Wahlergebnis der Sozialdemokraten debattieren.

Man könnte schreiben, warum die Inhalte im Europawahlkampf nicht durchgedrungen sind. Man könnte schreiben, warum es dieser stolzen Partei aktuell so schlecht geht und woran es liegt.

Man könnte über die erste Frau an der Spitze der SPD schreiben, welche ganze 408 harte Tage Parteivorsitzende war.

Man könnte über einen Juso-Vorsitzenden sprechen, welcher teilweise schon als nächster Parteivorsitzender hochgejubelt wird.

Man könnte alle Erfolge aufzählen, warum keine andere Partei in diesem Land mehr nach vorne gebracht hat.

Man könnte es auch einfach sein lassen. Weil es niemanden interessiert, insbesondere den unter 30-Jährigen nicht. Als U 30 kennt man nur noch Angela Merkel und die Große Koalition. Also ein „Weiter so…“

Das z.B. Klimaschutz auch eine Frage des sozialen Zusammenhaltes ist, konnte die Wählerinnen und Wähler nicht überzeugen.

Daher sagen wir von der SPD Pulheim: „Arsch huh, Zäng ussenander“…

Denn wir standen an jedem Wochenende im Mai 2019 an unserem Infostand und waren im Dialog mit unseren Bürgerinnen und Bürger. Mitgenommen haben wir, dass es eine Sehnsucht nach guter sozialdemokratischer Politik gibt. In Europa und in Pulheim. Das Themenspektrum in den Gesprächen war breit gefächert und nicht immer europapolitischer Natur. Vom europäischen Mindestlohn bis zur Ostumgehung in Pulheim. Vom Klimaschutz bis zum Umbau der Rathauskreuzung. Von der Flüchtlingspolitik zu den sanitären Einrichtungen in unseren Schulen und Kindergärten.

Von den Problemen in der Welt mit Trump und Co. – bis zum CDU-Bürgermeister Frank Keppler in Pulheim. Vom Stellenabbau bei Ford, RWE, Bayer und Co. – Unternehmen, welche unsere Region maßgeblich geprägt haben und für diese zahlreiche Lieferanten und Partnerfirmen tätig sind. Nie waren die Themen so vielfältig und komplex.

Und natürlich! Das Wahlergebnis für die SPD bei der Europawahl, war bei weitem nicht zufriedenstellend. Es war mies. Dies gilt leider auch für Pulheim. Trotzdem möchten wir uns bei den 5.493 Pulheimerinnen und Pulheimer bedanken, welche uns in diesen politischen Zeiten gewählt- und mit uns am Infostand diskutiert haben.

In Brauweiler waren es 757 Stimmen, in Stommeln 605. In Geyen/Sinthern/Manstedten wurden wir mit 391 Stimmen unterstützt. In Sinnersdorf waren es 440 Stimmen.

Und in Pulheim-Mitte wurden wir mit 1.341 Stimmen unterstützt.

Briefwahl nutzen im gesamten Stadtgebiet 1.959 Menschen für die SPD. Prozentual sind dies 18,76 % hinter CDU und Grüne.

Jetzt ist es an einer neuen Generation, die SPD wiederaufzurichten und ihr die Bedeutung zu geben, die sie verdient hat. Eine gute sozialdemokratische und moderne Politik ist bei uns weiterhin sehr notwendig. Das wusste die SPD schon immer.

“Fort dere – før det er for sent å angre”. Ein Satz von Fridtjof Nansens, welchen Willy Brandt bei der Verleihung des Friedensnobelpreises zitierte.

Beeilt euch zu handeln, ehe es zu spät ist zu bereuen!

Und er hatte Recht!

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